Seit Mitte 2010 bietet die Kinderhilfe engagierten Mädchen die Möglichkeit ein Praktikum im Sunrise Children`s Home abzuleisten. Damit beschreiten wir neue Wege um einem vielfach herangetragenen Wunsch aus der uns unterstützenden Bevölkerung nachzukommen. Mehrere Aspekte erscheinen uns dabei bedeutsam. Die Praktikantinnen erhalten Einblick in einen völlig neuen Kulturkreis und können sich mit Ihren Fähigkeiten in die Weiterentwicklung der Heimkinder einbringen. Die dabei gewonnen Erlebnisse und Erfahrungen werden nach der Rückkehr weitergegeben und ermöglichen den uns unterstützenden Menschen einen vertieften Einblick in die Besonderheiten dieses Landes. Die Kinder im Heim profitieren vom Wissen der Mädchen und erfahren vieles über die Lebensgewohnheiten und Denkweisen von Europäern. Nachfolgend stellvertretend einige Berichte von unseren Praktikanten.



Nina:

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Die 6 Monate Freiwilligenarbeit im Sunrise Childrens Home hielten viele wertvolle Erfahrungen für mich bereit. Auf den ersten Blick präsentiert sich Sri Lanka als Paradies im Indischen Ozean. Exotische Curries, Tuktuks an jeder Ecke, von Palmen und Bananenstauden gesäumte Straßen, Frauen in bunten Sarees. Aspekte wie die vielschichtige Gesellschaftsstruktur, bestehende Völkerkonflikte, die klare Trennung der Geschlechterrollen und die Auswirkungen der Armut lernt man erst kennen, wenn man sich intensiv mit der Sri-Lankischen Kultur beschäftigt.

Hier ein Einblick in den Alltag im Kinderheim. Der Wochentag begann um 5 Uhr morgens mit dem Wecken der Kinder. In der Zeit, bis die Sonne aufging, wurde der Hof gefegt, Zöpfe geflochten, Frühstück vorbereitet und gebetet. Bis die Köchin erschien, hatte ich frei. In der Küche hieß es dann Kokosnüsse raspeln, Gemüse schneiden, Fische säubern, je nach dem, was es zum Mittagessen gab.
Nach dem gemeinsamen Essen mit den Kindern war Zeit für Programm. Bis zur „Teatime“ habe ich Englischunterricht gegeben, themenabhängig mit Deutsch kombiniert. Alternativ wurde an manchen Tagen gemalt oder gebastelt oder Gruppenspiele gespielt. Im Anschluss zum Tee stand Haus- und Gartenputz auf dem Plan. Nach dem anschließenden Abendgebet war noch einmal Zeit zum Waschen, Sportmachen oder Spielen. Variierend half ich danach bei den Englischhausaufgaben oder beim Kochen, manchmal wurde noch eine Runde Karten gespielt. Um 20 Uhr gab es Dinner, der letzte Punkt auf dem Tagesplan.   

Durch regelmäßiges Beten und wöchentliche Gottesdienstbesuche verleihen die Kinder ihrem starken Glauben Ausdruck, was für Außenstehende sowohl faszinierend als auch befremdlich wirken kann. Da der Buddhismus, Hinduismus, Christentum und Islam in Sri Lanka eine friedliche Koexistenz führen, gibt es neben den regulären Schulferien auch eine große Anzahl an Feiertagen wie z.B. das einmal im Monat gefeierte Poya-Fest. Je nach „Saison“ konnte ich also nicht nur im Alltag mithelfen, sondern die Kinder bei Tanz- und Gesangsproben für Wettbewerbe, bei der Vorbereitung des Weihnachtsfests sowie beim Büffeln auf die Jahresabschlussprüfungen unterstützen, was für angenehme Abwechslung gesorgt hat.   

Um mich aktiv in den Alltag zu integrieren war viel Durchsetzungskraft und Beharrlichkeit nötig, da die enorme Gastfreundschaft der Singhalesen sowie Verehrung von „weißer Haut“ oft dazu führten, dass man mir die Arbeit abnehmen wollte. Da sich die singhalesische Arbeitskultur und das Zeitverständnis sehr vom deutschen unterscheiden, kam es häufiger zu Verwirrungen. Geduld und Flexibilität sind wichtig, wenn Abmachungen spontan geändert oder verschoben werden, oder für eine Tätigkeit viel mehr Zeit als gedacht eingeplant werden muss. 

Im Vergleich zu deutschen Kindern und Jugendliche lernt hier jeder früh, selbstständig zu sein. Konkret bedeutet das: jeder wäscht seine eigene Wäsche und Geschirr, macht sein Bett jeden Morgen, hält seinen Cupboard ordentlich und hält sich an den Putzplan. Alles ohne zu Murren. In der Gruppe wird jeder toleriert, selbst schwierigere Charaktere werden in Spiele mit einbezogen und nicht ausgegrenzt, was mich sehr beeindruckt hat.

Zusammenfassend möchte ich betonen, dass ich das Sunrise Children`s Home für ein sehr gelungenes Projekt halte. Entgegen meiner Erwartungen fand ich dort eine fast familiäre Atmosphäre in einer sehr ansprechenden Umgebung (Haus und Hof) vor. Nach 6 Monaten intensiven Miterlebens kann ich sagen, dass es den Kindern weder an Lebensfreude noch an liebevollem Umgang mangelt. Es hat mich sehr beeindruckt, wie motiviert Shama und Sritha die Elternrolle für die meisten Kinder übernommen haben und wie der Alltag durch die enge Zusammenarbeit aller so großartig gemeistert wird. Trotz teilweise organisatorischer und kommunikativer Schwierigkeiten bin ich dankbar, dass ich all diese Erfahrungen während meiner Praktikantenzeit machen durfte, da man diese Menschen wegen ihrer Gastfreundlichkeit einfach ins Herz schließen muss.


Franziska :

Es waren 2 wunderschöne Wochen die ich im Sunrise Children's Home in Sri Lanka verbringen durfte. Ich habe mit den Kindern gemeinsam viel erlebt. Zusammen haben wir einen Ausflug nach Pinnawalla in das Elefantenwaisenhaus und nach Kandy in den Botanischen Garten unternommen. Das war ein sehr schöner und erlebnisreicher Tag für uns alle. Die anderen Tage haben wir größten teils im Children's Home verbracht und es ist uns nie langweilig geworden.

Der Tagesablauf sah meistens wie folgt aus: Morgens um ca. 7.00 Uhr aufstehen, waschen und frühstücken, danach mit den Kindern ausgedehnt spielen (man muss erwähnen dass zu der Zeit in der ich dort war auch die Kinder Schulferien hatten), wir haben meistens Memory, Fangen oder Verstecken gespielt, oder sind einfach zusammen gesessen und haben geredet. Des Öfteren sind wir Karussell gefahren, sind gerutscht oder gewippt. Immer mit sehr viel Spaß. Kurz vor dem Mittagessen sind die Mädchen duschen gegangen. Um 12.30 Uhr gab es für alle Mittagessen. Anschließend sind die meisten Kinder zum Mittagsschlaf gegangen. Während dessen habe ich  die Wäsche zusammen gelegt, die Räume gefegt oder habe in der Küche geholfen. Zur 'Tea Time' gab es Tee und manchmal auch Kekse oder Milchreis. Am Nachmittag haben wir den älteren Mädchen zugeschaut wie sie für das Konzert, das für den 3. September geplant war, ihre Tänze und Darbietungen geübt haben. Um 19.30 Uhr gab es Abendessen und anschließend gingen die jüngeren Kinder ins Bett. Mir ist es mit den 25 Mädchen nie langweilig geworden; es gab immer etwas zu tun.

Für mich war die Zeit im Kinderheim ein sehr beeindruckendes Erlebnis, gerade weil zahlreiche Dinge völlig anders als in Deutschland sind. Es passierte gelegentlich dass zwischen 10.00 und 16.00 Uhr kein Wasser aus der Leitung kam, oder der Strom manchmal für mehrere Stunden unterbrochen war. Das alles ist für die Mädchen und ihre Betreuerinnen kein Problem, da man auf diese Unzulänglichkeiten eingerichtet ist. Es stehen Taschenlampen griffbereit.

Nochmals vielen Dank, dass der Verein es mir ermöglicht habt diese Erfahrungen machen zu können -  gerne würde ich es jeder Zeit wieder tun.



Nathalie:

Drückende Hitze, hupende nach Diesel stinkende Autos, Straßen voller Menschen in Saris und bunten Kleidern. Tuk Tuks und Mopeds drängen sich vorbei an bunt bemalten Bussen und am Straßenrand verkaufen Händler die unzählige Vielfalt an Obst und Gemüse oder preisen Ihre Waren in den wenigen Quadratmeter großen Geschäften an.
- Sri Lanka ein Land mit vielen Gesichtern.
Fährt man weiter entlang der Küstenstraße ragt eine Moschee zwischen den kleinen Hütten und Häusern in die Höhe und verschleierte Frauen und Männer in traditioneller muslimischer Kleidung prägen das Straßenbild, das Muslim-Viertel beginnt.
Wenige Meter danach in einem Dschungel aus Pflanzen, Vögeln und Kokosnussbäumen steht ein kleines Haus mit bunt bemalter Mauer und großem Tor, aus dem 28 Augen neugierig auf den klapprigen Van schauen. Hier beginnt eine ganz eigene kleine Welt mit den alltäglichen Freuden und Problemen wie auch wir sie kennen und eben solchen die wir uns nicht vorstellen können und oft nicht einmal wahrnehmen würden, wären wir  nur einmal kurz zu Besuch gekommen.
Da die meisten Praktikums-Berichte eine detaillierte Beschreibung des Tagesablaufes und der persönlichen Erfolgserlebnisse umfassen, möchte ich hier die Zeit von Mai bis Juli einmal anders, nämlich aus der kulturellen Perspektive beleuchten.
Vorweg ein kurzer Einblick in das Leben und Arbeiten im Sunrise Children’s Home.
Für Gewöhnlich folgt der Tag einer festgelegten Struktur: Aufstehen, Frühstücken, zur Schule gehen, Mittagessen, Hausaufgaben, Freizeit und tägliche Pflichten, Gebet, Abendessen, Schlafen gehen.  Damit beginnt der Tag für mich um 5.00 Uhr mit dem Wecken der Kinder und endet zwischen 21.00 und 22.00 Uhr wenn im Schlafsaal Ruhe eingekehrt ist. Dazwischen ist sowohl der Haushalt als auch die Vorbereitung des Freizeitangebots und die Unterstützung der Kinder bei Ihren täglichen Aufgaben Teil der Routine. Eine weitere spannende Tätigkeit war die Projektarbeit zur Verwendung der Spendengelder sowie der Restrukturierung allgemeiner Organisationsstrukturen im Heim in Kooperation mit den singhalesischen Mitarbeitern und dem deutschen Team.
Die Herausforderung und Einzigartigkeit dieser Erfahrung ergab sich für mich aber aus den sichtbaren und vor allem den unsichtbaren kulturellen Facetten. Mit sichtbar meine ich die klimatischen Veränderungen, die scharfe Küche, die unendliche Anzahl an Moskitos, Ameisen und anderen Zeitgenossen und viele mehr die man selbst als Tourist schnell kennen lernt. Weit mehr Toleranz, Aufmerksamkeit und Anpassungsfähigkeit verlangen die unsichtbaren kulturellen Aspekte, die als Tourist sicherlich immer unentdeckt bleiben. Dazu gehört zum einen die soziale Struktur. Durch die gesellschaftliche Trennung von Mann und Frau vor der Ehe, wird penibel darauf geachtet, dass die Mädchen und Jungen außerhalb der Schule keinerlei Kontakt haben. Dies ist natürlich auch in einem Kinderheim nicht anders- Begleitung auf dem Schulweg und Handyverbot, Alleingänge sind nicht gestattet. Für uns schwierig nachzuvollziehen.
Ein weiterer gesellschaftlicher Aspekt ist das Essen. Während bei uns normalerweise der gemeinschaftliche Aspekt zum Nutzen überwiegt, ist es in Sri Lanka oft umgekehrt.
Auch hinsichtlich der Arbeitskultur gibt es viele Differenzen die Anfangs beiderseits zu Unverständnis und Verwunderung führten. Angefangen von der Einstellung zur Zeit. Während Deutschland weit bekannt für Terminplanung und Pünktlichkeit ist, läuft in Sri Lanka in unserem Verständnis alles etwas langsamer und wie wir es beschreiben würden „ohne Plan“. Auch kurzfristige Absprachen können spontan nochmals geändert werden. Man sollte daher etwas mehr Zeit einplanen und einfach die Dinge so nehmen wie sie kommen. Dieser Aspekt spiegelt sich auch in der Schaffung und Einhaltung von Strukturen und Arbeitsplänen wieder. Auch ist es in der Sri-lankischen Kultur von hoher Bedeutung das „Gesicht zu wahren“, wie in den meisten asiatischen Kulturen, was bedeutet jegliche Bloßstellung und Peinlichkeit zu vermeiden. Ein weiterer bestimmender Faktor im gesellschaftlichen und auch im Arbeitsleben ist die Religion. Sri Lanka ist nicht nur geprägt von einer religiösen Vielfalt mit Buddhismus, Hinduismus, Islam und Christentum die mittlerweile besser harmoniert als in jedem anderen Land, sondern fasziniert auch mit welcher Intensität und Hingabe dieses praktiziert wird. Dazu gehören auch Aberglaube und religiöse Praktiken, die als Außenstehender unglaublich und erschreckend auf beiden Seiten sind, aber auf jeden Fall eines der unvergesslichsten Erlebnisse für mich waren. 
Die Zeit in Sri Lanka war in vielerlei Hinsicht eine tolle Erfahrung und ich werde sicherlich noch einmal dorthin zurückkehren.
Was mich besonders im Kinderheim sehr fasziniert hat war die Kreativität der Mädchen zu spielen und sich zu beschäftigen und auch die Herzlichkeit mir gegenüber. Es war ebenso eine sehr positive Erfahrung zu erleben wie man auch mit wenig genauso glücklich sein kann. Allerdings habe ich auch gelernt, dass trotz der finanziellen Sicherheit die Liebe der Familie und die Unterstützung der Eltern in einem Kinderheim nicht ersetzt werden kann.
Im folgenden einige Tipps fürs Handgepäck:
„So wie der Berg von einer Seite aussieht, muss er es nicht von der anderen“.
Daher sollte man Interesse und Offenheit für die neue Kultur zeigen und die Chance nutzen dabei auch etwas über sich selbst zu lernen. Wer gerne ein Schnitzel mit Pommes, in Top und kurzer Hose am Strand genießen möchte, sollte doch eher nicht nach Sri Lanka reisen.

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Beatriz und Stephanie:

Wir besuchten das Sunrise Children´s Home für drei Wochen. Wir wurden sofort nach unserer Ankunft herzlich am Flughafen empfangen und abgeholt. Die Heimleitung begrüßte uns sehr freundlich und ließ uns den ersten Tag Zeit, um uns mit dem Heim vertraut zu machen. Durch unser eigenes Zimmer und Bad hatten wir genügend Raum für Privatsphäre. Als die Kinder von der Schule kamen, begrüßten sie uns fröhlich und es war kein Problem sie näher kennenzulernen. Die Kinder und das Personal sind sehr gastfreundlich und höflich. Es war anfangs etwas schwer bei der täglichen Arbeit mitzuhelfen, da das Personal von sich aus nichts verlangte, wenn wir fragten, ob wir helfen können. Wir haben schnell begriffen dass es wichtig ist einfach mitzuhelfen. Darüber war das Personal auch sehr dankbar. Allgemein sind die Menschen in Sri Lanka sehr respektvoll und wertschätzend. Vor allem die Kinder waren sehr offenherzig und interessiert und wir konnten sie sofort ins Herz schließen. Sie freuen sich über jede Aufmerksamkeit und geben ihre Herzlichkeit zurück. Die Kinder können kaum Englisch, jedoch funktionierte die Verständigung trotzdem. Während unseren Nachhilfestunden knüpften wir somit an den bisherigen Englischkenntnissen an. Der Tagesablauf und die Organisation sind klar strukturiert. Alle Kinder halten sich an diesen Ablauf und sind sehr selbstständig. Sogar die Jüngsten machten sich morgens selbstständig fertig für die Schule. Die Kinder des Sunrise Children´s Home sind sehr gläubig und treffen sich täglich vor der Schule und vor dem Abendessen, um gemeinsam zu beten und zu musizieren. Die intensive Bindung zu ihrem Glauben hat uns sehr fasziniert.

Um das Land näher zu erkunden wurde uns die Gelegenheit gegeben ein paar Tage zu reisen. Wir lernten die tollen Landschaften und die vielfältige Tierwelt kennen. Sich vorher über mögliche gefährliche Tiere zu informieren ist empfehlenswert.

Unser Tagesablauf war während unseres Aufenthaltes bis auf einige Ausnahmen immer derselbe. An manchen Tagen hatten wir das Glück an Ausflügen wie zum Beispiel einem Zoobesuch in der Hauptstadt Colombo teilzunehmen. Als Betreuer sind wir dort mitgereist und durften an diesem sehr interessanten Tag teilnehmen. An den normalen Tagen, an denen die Kinder in der Schule waren, sind wir meistens um 6 Uhr aufgestanden, um den Köchinnen bei ihrer täglichen Arbeit zu helfen. Morgens (noch vor dem Frühstück) haben wir bei der Kehrarbeit geholfen, indem wir das Laub vom Boden aufgesammelt und anschließend mit der Schubkarre weggefahren haben. Nach zwei anstrengenden Stunden waren wir meistens mit der Arbeit fertig, um gemeinsam zu frühstücken (die Mädchen waren zu dem Zeitpunkt schon in der Schule). Nach einer Dusche sind wir in die Küche, um die Köchinnen bei den Vorbereitungen für das Mittagessen zu unterstützen. Da das Essen meist schon um ca. 10 Uhr fertig war, hatten wir noch drei Stunden zu unserer freien Verfügung. Diese Zeit haben wir oft genutzt, um unsere Unterrichtsstunden vorzubereiten. Einige Male füllten wir diese freie Zeit auch mit einem Strandspaziergang oder einem Stadtbummel. Wieder zurück im Heim haben wir die Kinder aus der Schule erwartet. Es folgte ein gemeinsames Mittagessen und Zeit für Gespräche mit Mrs. Rohini, der Heimleitung. Wir empfanden es als sehr schön, ein Teil dieser Gruppe zu sein und gemeinsam mit den Kindern Zeit zu verbringen. Nachmittags haben wir Nachhilfeunterricht in Englisch gegeben. Jeder von uns beiden hat eine kleine Mädchengruppe zu sich genommen und eine Stunde lang Nachhilfe gegeben. Als angehende Lehrerinnen hat es uns sehr Spaß gemacht, den Kindern etwas beizubringen und zudem kleine Fortschritte sehen zu können.
An dem täglichen Gottesdienst der Mädchen haben wir regelmäßig teilgenommen, wobei wir aufgrund der bestehenden Sprachprobleme auch große Verständnis-probleme hatten. Sehr schade finden wir, dass wir die Kinder nicht richtig verstehen konnten. Den Inhalt, über den sie sprechen hätte uns natürlich enorm interessiert. An den Gottesdienst hat sich dann direkt das Abendessen angeschlossen. Auch hier haben wir wieder gemeinsam mit den Kindern gegessen. Als Ausklang durften die Mädchen abends jeweils eine Stunde fernsehen. Wir beide haben uns jedoch die meiste Zeit mit den jüngeren Mädchen im Aufenthaltsraum beschäftigt. Durch gemeinsames Malen oder andere Aktivitäten wie Spiele konnten wir trotz sprachlicher Probleme einen intensiveren Zugang zu den Mädchen gewinnen.

Wir sind sehr froh und dankbar über unsere Zeit im Sunrise Children´s Home und die zahlreichen Erfahrungen, die unser Leben von nun an bereichern.

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